- Für Jil und Julia -

 

Zwiegespräch mit einer Mutter

 

 

 

 

 

Diese Böden unter den Füßen weg

 

Von Jetzt auf Gleich

 

 

 

Diese Hilflosigkeit dem Kind gegenüber

 

So wochenlang

 

 

 

Diese zermürbende Behandlung

 

in zermarternden Takten

 

 

 

Dieses dabei Fallen ins Nichts

 

über Monate hin

 

 

 

Die Therapie

 

in der die Zeit schweigt

 

 

 

Sehnsüchte machen sich breit

 

wo das Leben bleibt

 

 

Machtlos

 

 

 

 

 

Stoische Macht durch die Flure schleicht

 

nach freudigem Leben versucht zu greifen

 

Trotzigen Augen mit Lebenswillen

 

 

 

Die Macht

 

sich an diese Schultern haftet

 

sich diverser Handlager bedient

 

Die Leben mit unsäglicher Pein malträtiert

 

 

 

Schwer wie Stein

 

wie von Ketten umarmt

 

legt sich unbeugsam mit Mut und Hoffnung an

 

will Zuversicht zerstören

 

zerrt an Nerven

 

Geduld zum Zerreißen gespannt

 

Schürt die Angst vor dem Unausweichlichen

 

und lässt die Zeit raffen.

 

 

 

Das Lächeln soll gehen.

 

Die Macht will

 

die Zukunft für sich ganz allein

 

aber nicht ganz :

 

 

 

Machtlos, denn

 

 

 

Warme Erinnerung bleibt.

 

 

 

 

Lethargie der Außenwelt

 

 

 

 

Engste Familie

 

in Tränenseen ertrunken.

 

Erwachen erstickt durch: „ Was kann ICH tun?“

 

 

 

Engste Freunde

 

schweigen stumm

 

brauchen Wochen,

 

um zu sprechen.

 

Ihre Tränen klauben vertraute Worte.

 

 

 

Die Gesellschaft des Kindeslebensraum

 

geschockt und gleichsam erstarrt

 

Niemand!

 

traut sich

 

Hände zu halten

 

oder zu fragen, wie es einem geht.

 

 

 

Alle Schockstarre sich langsam löst:

 

Daumen drücken, Päckchen machen,

 

Karten schicken aus aller Herren Länder,

 

Wünsche Fremder auf der Straße.

 

 

 

Soviel Schub

 

- man glaubt es kaum -

 

trägt durch die Zeit.

 

heise Security

24. Januar 2019

News und Hintergrund-Informationen zur IT-Sicherheit